XRechnung prüfen: Vorprüfung mit verständlichen Meldungen

Datei ablegen: Die Vorprüfung rechnet Summen nach und listet jede verletzte Regel mit Kennung und Feld. Das Beispiel oben enthält absichtlich zwei Fehler.

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Rechnung an eine Behörde (Leitweg-ID prüfen)?

Vorprüfung EN 16931 und XRechnung

2 Fehler, 0 Hinweise

Ersetzt nicht den amtlichen KoSIT-Validator, findet aber die häufigsten Fehler sofort.

Geprüfte Regeln84
Hinweise0
FormatXRechnung
E-Rechnung nach UStGJa

Beispiel mit erfundenen Daten

StufeRegelFeldBefund
FehlerBR-CO-16BT-115BT-112 − BT-113 + BT-114 ergibt 1323.38, der fällige Betrag (BT-115) ist 1333.38.
FehlerBR-DE-15BT-10Die Käuferreferenz (BT-10) fehlt; bei der öffentlichen Hand ist das die Leitweg-ID.

Rechnungssteller

Muster Webdesign GmbH

Beispielweg 12

10115 Berlin

USt-IdNr.:
DE123456789
Steuernummer:
30/123/45678
Kontakt:
Buchhaltung · +49 30 0000000 · rechnung@muster-webdesign.example
Elektronische Adresse:
rechnung@muster-webdesign.example (EM)

Rechnungsempfänger

Beispiel Handel KG

Musterstraße 5

50667 Köln

USt-IdNr.:
DE987654321
Elektronische Adresse:
eingang@beispiel-handel.example (EM)

Rechnung RE-2026-0415

Nummer
RE-2026-0415
Datum
25.10.2026
Leistungsdatum
20.10.2026
Fällig
08.11.2026
Pos.BezeichnungMengePreisUStNetto
1Gestaltung Startseite12 Stunde85,00 €19 % 1.020,00 €
2Hosting Oktober 20261 Monat29,90 €19 % 29,90 €
3Fachbuch Barrierefreiheit2 Stück34,58 €7 % 69,16 €
Summe Positionen1.119,06 €
Gesamt ohne USt1.119,06 €
Umsatzsteuer 19 %199,48 €
Umsatzsteuer 7 %4,84 €
Gesamt mit USt1.323,38 €
Zahlbetrag1.333,38 €

Zahlung: SEPA-Überweisung

Konto DE02120300000000202051 · Kontoinhaber Muster Webdesign GmbH

Bedingungen: Zahlbar innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug.

Technische Angaben
Syntax
UBL 2.1
Standard
XRechnung 3.0
Profil
XRECHNUNG
Spezifikation (BT-24)
urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:xeinkauf.de:kosit:xrechnung_3.0
Prozess (BT-23)
urn:fdc:peppol.eu:2017:poacc:billing:01:1.0

Erstellt von Radif Partners · Methode · UStG, BMF-Schreiben und XRechnung 3.0.2 geprüft am 25. Oktober 2026

Die Vorprüfung auf dieser Seite liest eine XRechnung oder ZUGFeRD-Datei im Browser und prüft sie gegen die wichtigsten Geschäftsregeln: die Pflichtfelder der Norm EN 16931 (Regeln BR-01 bis BR-27), die Rechenregeln BR-CO für Summen und Steuer, die Regeln der Steuerkategorien wie BR-S, BR-E und BR-AE, die deutschen Zusatzregeln BR-DE der XRechnung 3.0.2 und die Prüfziffer einer Leitweg-ID. Jede Meldung nennt die Regel, das betroffene Feld (BT oder BG) und eine Erklärung in Klartext. Den vollständigen amtlichen Prüfsatz aus XML-Schema und Schematron führt nur der Validator der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) aus, ein Java-Programm ohne Weboberfläche. Unsere Testrechnungen haben wir mit diesem Validator in der Konfiguration für XRechnung 3.0.2 abgeglichen; alle erzeugten Dateien wurden dort als gültig angenommen. Für den Alltag gilt: Meldet die Vorprüfung keinen Fehler, ist die Rechnung in aller Regel in Ordnung; meldet sie einen, wissen Sie, welches Feld Sie korrigieren müssen.

Was die Vorprüfung kontrolliert

Die Prüfung geht die Rechnung in festen Schritten durch. Zuerst die Pflichtangaben: Rechnungsnummer, Datum, Rechnungsart, Währung, Namen und Anschriften beider Seiten, mindestens eine Position. Dann die Rechnung selbst: Jede Positionssumme muss Menge mal Preis ergeben, die Summe der Positionen muss dem Feld BT-106 entsprechen, und die Steuer je Satz muss zum Steuerbetrag passen. Danach folgen die Regeln der Steuerkategorien und zuletzt, bei einer XRechnung, die nationalen Regeln.

Regelgruppen der Vorprüfung mit je einem Beispiel.
RegelgruppeBeispielWas geprüft wird
BR-01 bis BR-27BR-02Pflichtfelder der Norm, hier die Rechnungsnummer BT-1
BR-COBR-CO-10Summe der Positionen gleich Feld BT-106
BR-S, BR-E, BR-AEBR-AE-02Reverse Charge: USt-IdNr. des Käufers vorhanden
BR-DEBR-DE-15Käuferreferenz BT-10 bei einer XRechnung
PEPPOL R010/R020R020Elektronische Adresse von Käufer und Verkäufer
Leitweg-IDPrüfzifferModulo 97-10 über Grob- und Feinadressierung

Das Beispiel, das beim Laden erscheint, ist eine XRechnung, in der zwei Dinge fehlen: die Käuferreferenz und ein stimmiger Zahlbetrag. Die Tabelle unter der Karte zeigt beide Fehler mit Regel und Feld. Wählen Sie ein anderes Beispiel, verschwinden die Meldungen.

Vorprüfung und amtlicher Validator

Die Prüfsoftware der KoSIT ist das Referenzwerkzeug. Sie prüft eine Datei zuerst gegen das XML-Schema, also gegen Aufbau und Datentypen, und dann gegen die Schematron-Regeln der XRechnung. Das Ergebnis ist ein Bericht mit der Empfehlung, die Datei anzunehmen oder abzulehnen. Die Software läuft mit Java auf dem eigenen Rechner und richtet sich an Entwickler und Rechnungseingangsstellen.

Unsere Vorprüfung bildet den Teil der Regeln nach, der für Menschen ohne Programmierkenntnisse am meisten bringt, und erklärt jede Meldung auf Deutsch und Englisch. Um sicherzugehen, dass sie richtig rechnet, haben wir sie mit den Beispieldateien der Testsuite der KoSIT geprüft: Alle gültigen Dateien laufen ohne Fehler durch. Die Rechnungen, die der Ersteller dieser Seite erzeugt, hat der KoSIT-Validator in der aktuellen Konfiguration angenommen.

Welche Fehler wirklich Folgen haben

Nicht jede Meldung ist gleich schwer. Das BMF-Schreiben vom 15. Oktober 2025 unterscheidet drei Fälle. Ist die Datei so fehlerhaft, dass sie sich nicht lesen lässt, liegt gar keine E-Rechnung vor. Verletzt sie eine Geschäftsregel bei einer Pflichtangabe des § 14 Abs. 4 UStG, etwa einem falschen Steuerbetrag, ist die Rechnung nicht ordnungsgemäß. Verletzt sie eine Regel ohne steuerlichen Bezug, etwa eine fehlende Käuferreferenz, bleibt sie umsatzsteuerlich in Ordnung, auch wenn ein Portal sie zurückweist.

Umsatzsteuerlich ist die Datei

Umsatzsteuerlich ist die Datei

Ordnungsgemäß

Fundstelle im BMF-SchreibenRn. 35a
Rechnung berichtigenNein
Prüfbericht aufbewahrenEmpfohlen
Folgen eines Fehlers genauer prüfen →

So lesen Sie eine Meldung

Jede Zeile der Ergebnistabelle hat vier Spalten. Die Stufe sagt, ob es ein Fehler oder ein Hinweis ist. Die Regel nennt die Kennung, mit der Sie in der Spezifikation nachschlagen können. Das Feld nennt den Business Term, zum Beispiel BT-10 für die Käuferreferenz oder BT-115 für den Zahlbetrag. Der Befund erklärt den Verstoß in einem Satz und nennt bei Positionen die Zeilennummer. Mit diesen Angaben finden Sie die Stelle in Ihrem Rechnungsprogramm oder können dem Absender genau sagen, was zu ändern ist.

Geht die Rechnung an eine Behörde, schalten Sie die Frage nach dem Empfänger auf „Ja“. Dann prüft die Vorprüfung zusätzlich, ob im Feld BT-10 eine gültige Leitweg-ID steht. Die Prüfziffer allein können Sie auch im Leitweg-ID-Prüfer kontrollieren.

Fehler beheben

Stammt die Rechnung von Ihnen, korrigieren Sie die Angabe in Ihrem Programm und erzeugen die Datei neu; eine XML von Hand zu ändern ist fehleranfällig. Ohne eigenes Programm können Sie die Rechnung im Rechnungsersteller neu schreiben; dort ist der Download gesperrt, solange eine Regel verletzt ist. Stammt die Rechnung von einem Lieferanten und betrifft der Fehler eine Pflichtangabe, bitten Sie um eine berichtigte Rechnung, bevor Sie die Vorsteuer ziehen. Was jedes Pflichtfeld bedeutet, steht unter EN 16931.

Häufige Fragen

Was bedeuten Kennungen wie BR-CO-15 oder BR-DE-15?

Das sind die Nummern der Geschäftsregeln. BR ohne Zusatz steht für eine Grundregel der Norm EN 16931, etwa eine Pflichtangabe. BR-CO sind Rechenregeln, BR-CO-15 verlangt zum Beispiel, dass Brutto gleich Netto plus Steuer ist. BR-DE sind die deutschen Zusatzregeln der XRechnung; BR-DE-15 fordert die Käuferreferenz im Feld BT-10. Die Kennung hilft, eine Fehlermeldung eines Portals einzuordnen.

Warum meldet ein Rechnungsportal Fehler, die die Vorprüfung nicht zeigt?

Portale führen den vollständigen Prüfsatz aus, oft zusätzlich eigene Regeln, etwa zu erlaubten Codelisten oder zur Länge von Feldern. Die Vorprüfung deckt die Regeln ab, die in der Praxis am häufigsten scheitern, aber nicht jede Schemaprüfung. Notieren Sie die Kennung aus der Meldung des Portals; die Erklärung finden Sie in der Spezifikation der KoSIT oder auf der Seite zur Norm EN 16931.

Ist eine Rechnung mit einer Warnung trotzdem gültig?

Eine Warnung zeigt eine Auffälligkeit, keinen Verstoß, etwa eine Leitweg-ID, deren Prüfziffer nicht stimmt, wenn der Empfänger kein Bundesportal ist. Fehler dagegen sind Regelverstöße. Umsatzsteuerlich zählt, ob die Pflichtangaben des Umsatzsteuergesetzes richtig sind. Ein Verstoß gegen eine rein technische Regel ohne Steuerbezug macht die Rechnung laut BMF-Schreiben nicht fehlerhaft.

Kann ich mit der Vorprüfung auch eine ZUGFeRD-PDF prüfen?

Ja. Legen Sie die PDF ab, dann liest die Vorprüfung die eingebettete XML aus und prüft deren Inhalt nach denselben Regeln. Die deutschen Regeln BR-DE wendet sie nur an, wenn die Datei als XRechnung gekennzeichnet ist oder Sie angeben, dass die Rechnung an eine Behörde geht. Ob die PDF selbst der Norm PDF/A-3 entspricht, prüft sie nicht.

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